NABU-Projekt: Streuobstwiesen

Hochwertige Kulturlandschaft und Lebensraum für zahlreiche Tiere


Streuobstwiesenpflege – ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt

 

Die alarmierenden Ergebnisse einer Langzeitstudie am Randecker Maar gingen im Oktober durch die Presse: Das Insektensterben findet in einem noch größeren Ausmaß statt, als bisher angenommen. Bespielhaft ist der Rückgang bei den Schwebfliegenarten um 97 %. Wissenschaftler stellen fest, dass diese Beobachtung kein lokales Phänomen ist, sondern repräsentativ ist für eine großflächige Artenverarmung in unseren Kulturlandschaften. Denn mit dem Rückgang der Insekten wird auch vielen Tierarten, die sich von den Insekten ernähren, die Lebensgrundlage entzogen: also vielen Vogel-, Amphibien- und Säugetierarten. 

 

Der NABU Markgröningen macht sich stark für den Erhalt der Streuobstwiesen in unserem Stadtgebiet. Die Apfelsammelaktion  2020 ist ein Beispiel dafür. 

 

 

Apfelsammelaktion  2020

Im Zeitraum vom 20. September bis 30. Oktober 2020 hat das ehrenamtliche NABU-Sammelteam über 4.500 kg Äpfel gesammelt und an die Firma Kumpf Fruchtsäfte abgeliefert. Gesammelt wurde in Markgröninger Streuobstwiesen. 

 

Herzlichen Dank an das Sammelteam und an die Stadt Markgröningen, die uns die ansonsten nicht abgeernteten Obstwiesen benannt hat. Für diese Saison ist jetzt Schluss. Die Kniegelenke und der Rücken müssen sich jetzt wieder erholen.

Äpfel, die zu schlecht zum Mosten waren oder zu hoch hingen, bekommen die Vögel, die Insekten, das Wild und die Schafe von Stadtschäfer Wörner. 

 

 

 

 

Pflanzung alter Obstsorten

 

Außerdem sorgt der NABU durch Pflanzaktionen für den Erhalt alter Obstarten. In den Jahren 2018 und 2019 haben NABU-Ehrenamtliche u.a. auf den städtischen Grundstücken Obstbäume gepflanzt. 

 

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Beispiel: Obstbaumschnitt

Egal, ob 500 neue Hochstämme für den Erwerbsobstbau oder ein einzelner für den Reihenhausgarten: Qualität ist auch bei Bäumen wichtig. Mindestens 1,80 Meter Höhe sollte der Stamm des jungen Bäumchen bis zum ersten Ast haben. Damit wird später die Mahd der Obstwiese mit dem Trecker oder die Beweidung mit Schafen und Rindern erheblich erleichtert. Außerdem macht es eine große Stammhöhe wahrscheinlicher, dass einige Jahrzehnte später Spechte ihre Höhlen im Baum bauen.