Aktuelles vom NABU Bund

Aktuelles vom

NABU Baden-Württemberg



Willkommen beim NABU Markgröningen

 

 

Natur erhalten, Ressourcen schützen

Mit Begeisterung für die Natur

Die NABU Ortsgruppe Markgröningen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns!


Aktuelles


Vorerst keine Termine

 

Wegen des Corona-bedingten Lockdowns finden vorerst keine Monatsrunden und Führungen statt. 


Gemeinschaftsaktion am 8. April:

Die Mauer und die Böschung am alten Tammer Weg wurden freigelegt und von Müll befreit.

 


Vogel des Jahres 2021 gekürt

 

Rotkehlchen gewinnt erste öffentliche Wahl

 

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel. 

 

Quelle: NABU 2021

Foto: Willi Rolfes, NABU

 


Hundehaare gefährden Jungvögel 

Text und Bild: Dr. Christina Jehle

 

Bereits im letzten Jahr hat eine Studie aus den Niederlanden erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jungvögeln und Hundehaaren gibt. Bei der Untersuchung von toten Jungvögeln haben die Forscher in ihnen hohe Konzentrationen von Antiparasitika entdeckt. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die Hunde gegen Zecken und Flöhe schützen sollen (Fipronil bzw. Imidacloprid). Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögel Haare von Hunden als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde durch Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in toten Nestlingen aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass Nestlinge diese Substanzen über die ungefiederte Haut aufnehmen.

Wie kann man die Jungvögel schützen? 

Wenn Hundehalter ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie deren ausgebürstete Haare nicht für Vögel zugänglich im Freien entsorgen, sondern im Hausmüll. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel dadurch geschädigt werden.

 

Vielen Dank an unseren ortsansässigen Jäger, Manfred Decker, der uns auf diese Information aus der Jagdzeitschrift hingewiesen hat.


Der meteorologische Frühlingsanfang zeigt sich zaghaft

 

Bedingt durch die aktuelle Situation fallen bis auf weiteres alle Veranstaltungen des NABU aus.

Der Frühling lässt sich davon jedoch nicht aufhalten. An vielen Gehölzen ist das Anschwellen der Knospen gut sichtbar. In vielen Gärten blühen die Krokusse. 

In Siegental sind die ersten blühenden Küchenschellen vorhanden. Die Hauptblütezeit der Küchenschellen wird dort in den nächsten Tagen erwartet. Das kann ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang oder eine Wanderung sein.   

In ein bis zwei Wochen kann eine Wanderung zum Muckenschupf oder zum Rothenacker Wald zur Blüte der Buschwindröschen ebenfalls ein interessantes Zeil sein.

Das Vogelgezwitscher zeigt die Balz der Singvögel an. Mit etwas Glück kann man Kindern zeigen, wie die Vögel Nistmaterial zu ihren Nestern tragen oder wie Meisen die Nistkästen in Augenschein nehmen. Für Kinder ist das nicht nur lehrreich, es löst auch positive Emotionen aus - was langfristig sehr wichtig für den Naturschutz ist.    

 

Küchenschelle im Siegental - fotografiert am 7.3.2021


NABU-Weinberg im Geist ausgeschnitten und gerodet 

 

Nach der diesjährigen großen Obst-Ernte kam erneut „Knochenarbeit“ auf uns zu. Unser Projekt „Wengert roden“ hat unsere ehrenamtliche Arbeit von Ende Oktober bis Anfang Dezember in Anspruch genommen. Beim Arbeitseinsatz mussten wir stets darauf achten, dass wir die Corona-Regeln so gut wie möglich umsetzen konnten. Verteilt auf die zwölf Schrannen ging das auch ganz gut. Jeder hatte seinen Arbeitsbereich. Freischneiden, mähen, sägen, rechen, gabeln oder Strunke ausgraben – alles war wichtig. 

Zwischendurch sah es aus, als könnte man den Überblick verlieren. Zum Schluss fügte sich alles zum gewünschten Ergebnis zusammen. Tolles Teamwork. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. 

Und doch – fertig ist man nie. Es gibt immer noch etwas zu tun.

So werden wir, sobald es die allgemeine Situation wieder zulässt, an der Renovierung und teilweisen Erneuerung unserer Trockenmauern und Stäffele weiterarbeiten müssen.

Ziel der Aktion ist es, den ehemaligen Weinberg offen zu halten, die weitere Verbuschung zu verhindern, damit sich die alten Pflanzen- und in ihrer Folge die Insektenarten wieder ansiedeln können. Es sollen sich durch die extensive Bearbeitung wieder Magerrasen wie zum Beispiel der Hammelrain entwickeln, auf denen sich wilde Orchideen und Kräuter ansiedeln. 

Schrannenschnitt November 2020

Erste Erfolge hatten wir schon dieses Jahr in den oberen Schrannen. Das weiße Waldvögelein und die Bienenragwurz waren zu sehen. Außerdem hatte sich auf einer Schranne ein bunter Teppich von Wildblumen entwickelt, auf denen sich über eine längere Phase über hundert Schachbrettfalter niederließen. – Solche kleinen Erfolge geben uns die Motivation weiter zu machen. 

Wer mitmachen will kann sich gerne melden. Unsere weiteren Projekte: Freischneiden alter Hohlwege und Ausholzen von Feldhecken.

Weißes Waldvögeln

Weidenblättriger Alant

Schachbrettfalter



NABU-Apfel-Sammelaktion 2020 

 

Im Zeitraum vom 20. September bis 30. Oktober 2020 hat das ehrenamtliche NABU-Sammelteam über 4.500 kg Äpfel gesammelt und an die Firma Kumpf Fruchtsäfte abgeliefert. Gesammelt wurde in Markgröninger Streuobstwiesen. 

 

Herzlichen Dank an das Sammelteam und an die Stadt Markgröningen, die uns die ansonsten nicht abgeernteten Obstwiesen benannt hat. Für diese Saison ist jetzt Schluss. Die Kniegelenke und der Rücken müssen sich jetzt wieder erholen.

Äpfel, die zu schlecht zum Mosten waren oder zu hoch hingen, bekommen die Vögel, die Insekten, das Wild und die Schafe von Stadtschäfer Wörner. 

Übrigens: Streuobstwiesenpflege – ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt

Die alarmierenden Ergebnisse einer Langzeitstudie am Randecker Maar gingen im Oktober durch die Presse: Das Insektensterben findet in einem noch größeren Ausmaß statt, als bisher angenommen. Bespielhaft ist der Rückgang bei den Schwebfliegenarten um 97 %. Wissenschaftler stellen fest, dass diese Beobachtung kein lokales Phänomen ist, sondern repräsentativ ist für eine großflächige Artenverarmung in unseren Kulturlandschaften. Denn mit dem Rückgang der Insekten wird auch vielen Tierarten, die sich von den Insekten ernähren, die Lebensgrundlage entzogen: also vielen Vogel-, Amphibien- und Säugetierarten. 

Als eine wesentliche Ursache für das Insektensterben kann der Rückgang an Flächen für Streuobstwiesen angenommen werden, seit den 1950er-Jahren um etwa 80 Prozent!

 

Die Bäume der Streuobstwiesen bieten vielen Vögeln, Insekten und Säugern Lebensraum, Im Frühling gibt es eine reiche Baumblüte. Die Bäume stehen oft in extensiven Wiesen oder Weiden, die ebenfalls ein reichhaltiges Blütenangebot für Insekten bieten. Zudem stellen herabfallende Früchte im Herbst Nahrung für Wespen, aber auch für Schmetterlinge wie den Admiral, bereit.

 

 

Der NABU Markgröningen macht sich stark für den Erhalt der Streuobstwiesen in unserem Stadtgebiet. Die Apfelsammelaktion ist ein Beispiel dafür. 

Außerdem sorgt der NABU durch Pflanzaktionen für den Erhalt alter Obstarten. In den Jahren 2018 und 2019 haben NABU-Ehrenamtliche u.a. auf den städtischen Grundstücken Obstbäume gepflanzt. 


Mitgliederwachstum hält an – NABU-Familie wird immer größer

Immer mehr Menschen im Südwesten treten dem NABU bei. Mehr als 113.000 Mitglieder in ca. 250 Ortsgruppen machen unsere unabhängige Naturschutzarbeit in Baden-Württemberg möglich. 

Sie packen mit an, um bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu helfen. Sie geben damit all den bedrohten Tieren eine Stimme und werden laut für sie, die sich nicht selbst artikulieren können, wie zum Beispiel das Rebhuhn, den Feldhasen oder den Feldhamster. Sie sprechen auch für künftige Generationen, damit unsere Enkel und Urenkel in einer Welt aufwachsen können, die noch über die größtmögliche Vielfalt der heimischen natürlichen Tier- und Pflanzenarten verfügt. Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

 

Sie wollen uns unterstützen? Dann werden Sie NABU-Mitglied und engagieren Sie sich mit uns zusammen vor Ort. Melden Sie sich an unter www.NABU-BW.de/Mitglieder oder melden Sie sich telefonisch bei unserer Ortsgruppe unter 07145-7614 (auch AB). Wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung.

 

Seit 1910 ist der NABU in Markgröningen für Mensch und Natur aktiv - bis 1965 unter den Namen BfV Bund für Vogelschutz dann unter DBV Deutscher Bund für Vogelschutz und seit 30 Jahren als NABU Naturschutzbund Deutschland.

 

Lina Hähnle hatte die Naturschutzbewegung im Jahr 1899 in Stuttgart gegründet. Sie hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets weiterentwickelt und zählt heute bundesweit über 770.000 Mitglieder. Damit ist der NABU Deutschland einer der mitgliederstärksten Verbände in Deutschland überhaupt - größer als die großen Parteien wie CDU oder SPD. 

 


Natur erleben mit Kindern - auch während Corona

Unter folgendem Link gibt es Tipps vom NABU:

https://www.nabu.de/wir-ueber-uns/organisation/naju/27793.html

 

Unabhängig von den aktuellen Corona-Beschränkungen können Sie Wanderungen oder Spaziergänge in die umliegenden Felder, Wiesen und Wälder unternehmen.

 

Zurzeit blühen die Buschwindröschen. Im Rotenackerwald oder auch im Muckenschupf gibt es Flecken, die weiß leuchten und den Eindruck erwecken, es würde Schnee liegen. Das könnte bei schönem Wetter ein Ziel für eine Wanderung sein.

 

 

Kleine Naturbeobachtungen sind fast überall möglich sofern man ein paar Sträucher oder sonstiges Grün sehen kann.  So wurde zufälligerweise gesehen wie ein Eichhörnchen versucht einen Jutesack als Nistmaterial zu entwenden, der eigentlich im Garten Pflanzen vor den Nachtfrösten zu schützen sollte. 

 


Bei uns Zuhause...

Leben an Enz und Glems


Wir gratulieren...


 

 

 

NABU-Ehrennadel in Gold für Ernst Seitz

 

Im Rahmen der NABU-Jahresversammlung hat Ernst Seitz als Dank für seine Leistungen im Naturschutz die Ehrennadel im Gold erhalten. Er ist seit 65 Jahren Mitglied im Naturschutzbund NABU und ebenfalls jahrzehntelang als Vogel- und Naturschutzwart tätig. 

 

NABU-Vorstand mit Jubilar: Gerhard Oettinger, Ewa Paliocha, Helmut Schäfer, Ernst Seitz, Johannes Meiwes, Frank Handel (NABU-Kreisverband Ludwigsburg)